Heute stellen wir den Oldtimer unseres Mitgliedes Rolf vor und zwar den Opel Commodore A GS/ E, Baujahr 1970.

Heute stellen wir den Oldtimer unseres Mitgliedes Rolf vor und zwar den Opel Commodore A GS/ E, Baujahr 1970.

Von Januar 1967 bis August 1982 wurde der Opel Commodore über drei Modellgenerationen des Automobilherstellers Opel produziert. Auf den Markt gebracht wurde er als Schwestermodell des Opel Rekord C, der einen Vierzylindermotor hatte. Man konnte ihn als zwei- und viertürige Stufenhecklimousine erwerben, außerdem war er auch als zweitüriges Coupè erhältlich. Er ist ein Fahrzeug der oberen Mittelklasse und stets mit Reihen-Sechszylindermotor ausgerüstet. Das Fahrzeug von Rolf hat ein Dreigang-Automatikgetriebe, was dem Fahrspaß keinen Abbruch macht.

Es wurden 9.982 Stück des Opel Commodore A SG/E gebaut und es gibt nur noch wenige Original-Sechs-Zylinder-Fahrzeuge. Der Neupreis, heute würde man sagen Discountpreis, betrug 1970 DM 13.564.

Mit dem Opel Commodore A GS/E kam Dynamik und Tempo Ende der Sechziger Jahre auf die Straße. Er lief fast 200. Opel-Fahrer hatten es damals schwer. Das wurde mit dem Commodore A GS/E anders: 150 PS … somit Kraft, der Treibstoff wird dem Sechs-Zylinder elektronisch serviert, der Klang der Zwillings-Auspuffrohren … ließ jedes Männerherz höher schlagen. Jetzt konnte „Mann“ als Held auf der Autobahn auf der Überholspur fahren und nicht nur gemütlich hinter den anderen Autos hinter her tuckern. Der Opel mag die Autobahn, hier ist er Boss. Er benötigt aber dann auch ordentlich Futter, auf 100 Kilometer genehmigt er sich gut und gerne 14,5 Liter Super Plus. Es brachte Spaß mit dem Auto zu fahren. Mit der neuen elektronischen Einspritzung wurde der Commodore zum Schrecken der Sportwagenfahrer. Er war zwar laut, sehr laut, aber das waren ja auch die langsamen Autos.

Kurven mag der Wagen nicht so sehr, wobei man immer das Gefühl hat, das Heck möchte einen gerne mal überholen. Als Extras konnte man den Opel mit Rallyestreifen, die Motorhaube in mattschwarz lackiert, oder mit Vinyldach bekommen, cool, wie man heute sagen würde.

Wie kam nun Rolf zu seinem Opel?

Vor ca. 20 Jahren verkaufte und baute Rolf bei dem Karosseriebauer Heinrich Tank in Eckernförde neue Fenster ein. Dabei entdeckte er den Opel Commodore. Herr Tank hatte den Opel aus erster Hand von einem Tierarzt gekauft, instand gehalten und das Fahrzeug immer gefahren. Verkaufen wollte er zu dem Zeitpunkt den Opel leider nicht. Es verging einige Zeit. 2004 beim 60. Geburtstag der Kusine traf er ihn wieder. Rolf und Heinrich Tank unterhielten sich angeregt über Oldtimer. Irgendwann: „Rolf, bis Du immer noch interessiert an meinen Opel?“ „Natürlich! Was soll er denn kosten?“ Geld habe ich genug“, war die Antwort. Ich benötige aber noch 3 Fenster, wenn Du die mir lieferst und auch einbaust, dann kommen wir ins Geschäft. Klar, mache ich“. Der Deal war perfekt, denn Rolf hatte mit mehr gerechnet. Rolf fuhr zum Ausmessen der Fenster nach Eckernförde. Jetzt sollten es vier statt drei Fenster sein. Heinrich Tank stellte jedoch gleich klar: „das vierte Fenster und den Einbau dafür zahle ich aber extra, denn abgemacht, ist abgemacht.“

Die Fenster wurden von Rolf geliefert, die alten Fenster ausgebaut und entsorgt, die neuen eingebaut. Alles perfekt, Rolf durfte den Commodore abholen. Hans Simonsen, der Kfz-Meister bei Renault in Schleswig war, besorgte einen Trailer und beide machten sich auf den Weg nach Eckernförde. Hans: „das Auto ist ok, Schnäppchenpreis!“ Viele Ersatzteile konnte Rolf auch kostenlos mitnehmen.

Heinrich Tank, der mittlerweile 85 Jahre alt war, ließ es sich nicht nehmen, den Opel auf den Trailer zu fahren. Er gab ordentlich Gas und stelle den Opel zielsicher auf dem Trailer ab. Wehmütig blickte er dem Commodore hinterher, der für ihn gute Dienste geleistet hatte, aber er meinte: „Jetzt ist die Zeit da, um den Führerschein abzugeben.“

Einige Reparaturarbeiten wurden von Rolf, mit tatkräftiger Hilfe von Hans, gemacht. Damit kleine Schweißarbeiten gemacht werden konnten wurden die vorderen Kotflügel abgenommen, die beiden Lampentöpfe erneuert. Dank Jochen Itzke kam der Opel bisher immer einwandfrei über den TÜV. Nachträglich hat Rolf die Motorhaube in mattschwarz lackieren lassen, das Auto sieht damit gleich viel verwegener aus. In diesem Jahr hat der Opel von Rolf einen runden Geburtstag; er wird 50 Jahre alt.

Technische Daten:
Opel Commodore A GS/E Automatik
Reihensechszylinder, vorn längs eingebaut
Eine oben liegende Nockenwelle, über Duplexkette angetrieben
Zwei Ventile pro Zylinder
Elektronische Einspritzung
Hubraum 2490 ccm
Leistung 110 kW (150 PS) bei 5800/min
Max. Drehmoment 196 Nm bei 4500/min
Dreigang Automatikgetriebe
Hinterradantrieb
Einzelradaufhängung vorn, Schraubenfedern
Hinten Starrachse mit Schraubenfedern
Reifen 165 HR 14
Radstand 2668 mm
Länge: 4574 mm
Breite: 1754 mm
Höhe: 1435 mm
Leergewicht: 1230 kg
0–100 km/h in 9,9 s
Spitze 192 km/h (GPS)
Verbrauch 14,5 l/100 km

Text: Rolf und Brigitte
Quelle: Wikipedia
Foto, Bearbeitung, Internet: Arne

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